Calima auf Teneriffa: oranger Himmel, Saharastaub. Was das ist, wie man erkennt, ob es heute so weit ist, und was man tun kann (Strände, Wandern, drinnen).
Der Himmel färbt sich orange, der Horizont verschwindet in einem trockenen Dunst, und eine feine Staubschicht legt sich auf Autos und Balkone. Auf Teneriffa hat dieses Phänomen einen bei Einheimischen bekannten Namen: Calima. Hier ist, was Sie wissen müssen — und vor allem, was Sie an diesem Tag tun sollten.
Calima ist ein heißer, trockener Wind, der feine Sandpartikel aus der Sahara bis zu den Kanarischen Inseln trägt, etwa 300 km vor der afrikanischen Küste. Sie tritt mehrmals im Jahr auf, häufiger zwischen Spätwinter und Sommer. Die Luft füllt sich mit Staub, der Himmel färbt sich orange bis weißlich, die Sicht kann auf wenige Kilometer sinken, und die Temperaturen steigen oft um einige Grad.
Der einfachste Weg zu prüfen: Schauen Sie auf das Teneriffa-Wetter live. Ein Calima-Alarm wird automatisch pro Zone angezeigt, sobald das Phänomen anhand der AEMET-Daten erkannt wird, mit derselben Zuverlässigkeit wie das normale Wetter der App. Erscheint kein Alarm, ist in dieser Zone gerade keine Calima gemeldet.
Eine Calima bedeutet nicht, dass der Tag verloren ist — es geht vor allem darum, das Programm anzupassen.
Strände: oft in Ordnung, wenn das Meer ruhig bleibt — die Calima betrifft die Luft, nicht direkt den Meereszustand. Prüfen Sie das Baderisiko des Tages, das unabhängig von der Calima berechnet wird. Bringen Sie eine Sonnenbrille mit und vermeiden Sie stundenlange Exposition, wenn Sie empfindlich sind.
Wandern und Höhenlagen: nach Möglichkeit vermeiden, besonders am Teide oder in der Höhe, wo staubige Luft die Anstrengung erschweren und die Aussicht stark einschränken kann.
Aktivitäten drinnen: ein guter Tag für Museen, Einkaufszentren wie Siam Mall, Bodegas mit Weinverkostung, ein Guachinche oder eine Spa-Behandlung. Sehen Sie auch unseren Ratgeber was man auf Teneriffa bei Regen tun kann — mehrere Ideen passen auch bei Calima.
Calima kommt aus dem Südosten, getragen von einem heißen, mit Saharastaub beladenen Wind. Wolken und Regen kommen meist aus dem Norden, gebracht von feuchten Passatwinden, und haben nichts mit Sand in der Luft zu tun. Ein weiteres oft verwechseltes Phänomen: das Wolkenmeer, eine tiefe Wolkenschicht, die durch die Passatwinde entsteht — optisch sehr verschieden vom orangefarbenen Dunst der Calima. Alle drei sind zonenweise auf /meteo sichtbar.
Eine Calima sollte Ihre Teneriffa-Reise nicht verderben: prüfen Sie das Wetter nach Zone, bevorzugen Sie Aktivitäten drinnen oder den Strand, wenn das Meer ruhig bleibt, vermeiden Sie Anstrengung in der Höhe, und seien Sie einfach vorsichtiger, wenn Sie atemwegsempfindlich sind. Das Phänomen klingt meist innerhalb weniger Tage ab.
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