Im Jahr 1977 verwandelte César Manrique, der Architekt-Künstler von Lanzarote, die Strandpromenade von Puerto de la Cruz in einen Komplex aus Salzwasserbecken, der einer riesigen Skulptur gleicht. Sieben beheizte Meerwasserbecken, eine künstliche Lagune von 27.000 m² mit zentraler Insel, Springbrunnen, Palmen und weiße Skulpturen vor dem Hintergrund des Atlantiks. Der Lago Martiánez ist gleichzeitig ein öffentliches Schwimmbad, ein Kunstwerk und ein Zeugnis der Architektur der 70er Jahre, integriert in die vulkanische Natur.
Der Tipp: Unter der Woche außerhalb von Juli-August kommen, die Einheimischen gehen am Wochenende hin, Touristen meiden es oft zugunsten der Strände. Viel entspanntere Atmosphäre, weniger Menschen, gleiches Wasser.
César Manrique wurde 1919 auf Lanzarote geboren und ist die wichtigste künstlerische Persönlichkeit der Kanarischen Inseln. Sein Prinzip: Architektur in die Naturlandschaft integrieren, anstatt sie aufzuzwingen. Auf Lanzarote verwandelte er vulkanische Höhlen in Restaurants und Klippen in Aussichtspunkte. Auf Teneriffa nahm er einen Streifen schwarzer Lava an der Strandpromenade von Puerto de la Cruz und machte daraus den Lago Martiánez.
Das Ergebnis respektiert Manriques Codes: organische Formen, makelloses Weiß, lokale Materialien, kein Element, das mit der Umgebung unvereinbar ist. Die Becken folgen den natürlichen Konturen der Küste. Die Skulpturen fügen sich so ein, als wären sie schon immer dort gewesen.
Der Komplex ist um eine große zentrale Lagune mit einer Insel herum organisiert. Rundherum sieben Pools verschiedener Größe, einige zum Schwimmen, andere zum Entspannen, einer für Kinder. Das Wasser ist Meerwasser, gefiltert und das ganze Jahr über auf 24-26°C beheizt. Whirlpools (Jacuzzis) sind im Ticketpreis enthalten.
Terrassen mit Liegestühlen säumen die Becken. Ein Restaurant mit Meerblickterrasse ist während der Öffnungszeiten geöffnet. Das Casino Taoro, ebenfalls unter Manriques Einfluss gestaltet, liegt in der Nähe; das Innere lohnt sich auch ohne zu spielen anzuschauen.
