Los Abrigos liegt 10 Minuten vom Flughafen Süd entfernt und Welten weit weg von den Hotelkomplexen Costa Adeje. Das Dorf ist der Entwicklung entgangen, die seit den 1980er Jahren den übrigen südlichen Küstenstreifen umgestaltet hat – teilweise deshalb, weil der Strand klein ist und die Ankertiefe gering. Was bleibt, ist ein funktionsfähiger Hafen, in dem die Boote morgens noch anlanden.
Wichtig zu wissen: Die Restaurants öffnen mittags und schließen, wenn der Fisch aufgebraucht ist, oft gegen 16 Uhr. Im Sommer vor 13:30 Uhr ankommen, um einen Tisch zu bekommen.
Zwischen 7 und 11 Uhr gleicht Los Abrigos einem kanarischen Hafen von vor dreißig Jahren. Die Boote kehren zurück, der Fisch wird auf dem Kai entladen, und die Restaurantbesitzer kommen an, um auszuwählen, was sie kochen wollen. Fischer verkaufen auch direkt an Privatpersonen. Dieser Moment lohnt sich, wenn Sie vor Mittag in der Gegend sind.
Die informelle Auktion findet am Rande des Kais statt. Keine öffentlichen Auktionen, kein offizieller Markt: Gespräche zwischen Menschen, die sich seit der Kindheit kennen. Die Preise sind nicht ausgeschrieben.
Die Spezialität des Dorfes ist die Vieja (Papageienfisch, Sparisoma cretense), über Holzkohle gegrillt und ganz mit Mojo Verde und Papas Arrugadas serviert. Es ist das Referenzgericht der Ost- und Südküste von Teneriffa, und Los Abrigos ist einer der Orte auf der Insel, wo man es am besten isst.
Weiße Garnelen und Langusten (Bogavantes) werden ebenfalls lokal gefangen und je nach Jahreszeit angeboten. Die Preise spiegeln den Fang des Tages wider: Fragen Sie nach der mündlichen Speisekarte statt nach der gedruckten.
Rechnen Sie mit 20–30€ pro Person für eine vollständige Mahlzeit mit lokalem Wein.
