Die bunten Boote im Hafen sehen auf den Fotos nicht schön aus. Sie sind die letzten handwerklichen Fischer im Süden Teneriffas.
Sie gehen mit Netzen und Leinen aus, niemals mit einem Schleppnetz. Sie zielen auf Vieja, Cherne, Sama. Morgens verkaufen sie direkt an Restaurants im Hafen, manchmal sogar am Kai. Der Fisch kommt noch am Leben oder wird noch am selben Morgen getötet. Deshalb ist Frische auf den Tellern hier kein Marketingwort, sondern gelebte Realität.
Nur wenige Orte auf Teneriffa pflegen noch immer diese direkte Verbindung zwischen dem Meer und dem Essen. Hier existiert es noch.
Der Tipp: Gehen Sie gegen 9-10 Uhr zum Hafen. Sie werden sehen, wie die Boote einlaufen und die Gastronomen ihren Fang des Tages auswählen.
Die Namen auf den Karten entsprechen nicht immer dem, was wir in Frankreich kennen. Vieja ist der Papageienfisch, Cherne ist der Tiefsee-Zackenbarsch, Sama ist der Porgy, Bocinegro ist die Seebrasse. Die Morena, die Muräne, ist nach wie vor selten, aber manchmal verfügbar.
Sie machen sie a la Plancha, im Ofen oder im Mojo. Rotes Mojo besteht aus Chili, Knoblauch, Pfeffer; Grün ist Koriander, Knoblauch, Kreuzkümmel. Jedes Restaurant hat seine eigene Version, manchmal etwas süßer oder essiger. Um ohne zu zögern zu bestellen, fragen Sie einfach nach „la vieja a la plancha con mojo verde“ oder „el cherne al horno“. Die Kellner sind daran gewöhnt, sie erklären einem die Dinge, ohne einen für einen Touristen zu halten.
Der Tipp: Sagen Sie „del día“, wenn Sie bestellen. Sie servieren Ihnen, was an diesem Morgen angekommen ist.