Eine Mondlandschaft in 2.000 Metern Höhe – gefrorene Lava, rote und ockerfarbene Felsen, völlige Stille. Der Teide-Nationalpark erstreckt sich über 18.990 Hektar im Zentrum Teneriffas und wird vom Stratovulkan Teide-Pico Viejo dominiert. Der Teide ist mit 3.718 m der höchste Gipfel Spaniens. Vom Meeresboden aus gemessen ist er 7.500 m hoch – die drittgrößte vulkanische Struktur der Welt. Er ist seit 1954 ein Nationalpark und wurde 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Mit mehr als 4 Millionen Besuchern pro Jahr ist er der meistbesuchte Nationalpark Spaniens.
Der Tipp: Anreise vor 9 Uhr – ab 11 Uhr steigen die Wolken von der Küste auf und versperren die Sicht. Die Straße TF-21 von Vilaflor (Süden) aus ist am abwechslungsreichsten: Kanarischer Kiefernwald, dann Mondlandschaft in 30 Minuten. Im Winter bedeckt manchmal Schnee den Gipfel – die Straße kann gesperrt sein, aber der schneebedeckte Teide, der vom Norden der Insel aus sichtbar ist, ist einen Umweg wert.
Die Caldera Las Cañadas bildet einen Kreis mit einem Durchmesser von 15 km. Im Inneren: erstarrte Lavaströme, Kegel, Felsformationen mit je nach Lichteinfall wechselnden Farben. Die Roques de García – durch Erosion geformte Lavanadeln – sind der bekannteste Fotopunkt des Parks. Direkt daneben steht der Pico Viejo (3.135 m), der zweitgrößte Vulkan der Kanarischen Inseln, mit seinem Krater von 800 m Durchmesser.
Die Guanchen – die ersten Bewohner Teneriffas – betrachteten den Teide als Echeyde, das Tor zur Hölle. Die letzten Ausbrüche datieren aus den Jahren 1798 (Narices del Teide, auf der Seite des Pico Viejo) und 1909 (Chinyero, am Rande des Parks). Der Vulkan wird als „ruhend“ und nicht als erloschen eingestuft – Schwefelfumarolen bleiben in der Nähe des Kraters sichtbar.
Der Teleférico del Teide startet von der Basisstation auf 2.356 m und erreicht La Rambleta auf 3.555 m in 8 Minuten. Preise für Nicht-Einwohner: 38–42 € Hin- und Rückfahrt für Erwachsene, ca. 19–21 € für Kinder (3–13 Jahre) – buchen Sie online unter vulcanoteide.com, die Plätze sind schnell ausgebucht. Öffnungszeiten: 9 bis 16 Uhr. bis 17 Uhr je nach Jahreszeit (letzter Aufstieg 1 Stunde vor Schließung). Bei starkem Wind oder Wetterbedingungen geschlossen – überprüfen Sie dies noch am selben Tag.
Von La Rambleta aus bieten zwei frei zugängliche Wanderwege Panoramen: der Mirador de La Fortaleza (Norden) und der Mirador de Pico Viejo (Süden – Blick auf La Gomera, El Hierro, La Palma). Um den Krater auf 3.718 m zu erreichen, benötigen Sie die Genehmigung Sendero Telesforo Bravo – kostenlos, aber auf reservasparquesnacionales.es zu reservieren, oft mehrere Wochen im Voraus ausgebucht.
Vorsicht vor Höhenkrankheit: Auf 3.555 m kommt es bei manchen Menschen zu Kopfschmerzen, Atemnot oder Übelkeit. Steigen Sie langsam auf, nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich und steigen Sie wieder ab, wenn die Symptome anhalten. Der Zutritt ist schwangeren Frauen, Menschen mit Herzproblemen und Kindern unter 3 Jahren untersagt.
