Das Entierro de la Sardina (Beerdigung der Sardine) ist die originellste Abschlusszeremonie der Welt. Am Aschermittwoch — dem Tag nach Fastuesday — wird eine riesige Sardine aus Pappmaché in einem Trauerzug durch die Straßen von Santa Cruz getragen, beweint von Trauernden (als trauernde Witwen verkleidete Männer), bevor sie symbolisch am Meer verbrannt wird.
Die Symbolik ist einfach: Man begräbt die Sardine, um den Karneval zu begraben. Doch die Tränen sind unecht, die Reden sind absurd, und die Zeremonie ist eine köstliche Mischung aus gespielter Feierlichkeit und Humor. Es ist eine spanische Tradition, die Santa Cruz übernommen und völlig auf ihre eigene Weise verdreht hat.
Ein unsicherer Ursprung
Niemand weiß wirklich, woher diese Tradition stammt. Es gibt mehrere Theorien: eine symbolische Beerdigung der Fastenzeit, eine Parodie eines bürgerlichen Begräbnisses, oder die Legende eines Schiffs mit Schweinefleisch, das König Carlos III. 1787 schickte, dessen Fracht unterwegs verfault war — nur ein Fass eingelegter Sardinen blieb übrig, das das Volk in den Straßen verbrannt haben soll. Die Absurdität ist Teil des Vergnügens: Man trauert um das Ende des Festes, während man lacht.
Kommen Sie als "viudo/a" (Witwer/Witwe) verkleidet, um an der Prozession teilzunehmen. Ein schwarzer Regenschirm oder ein Schleier reichen aus, um sich unter die Trauernden zu mischen — die Einheimischen lieben es, wenn Besucher mitspielen. Bleiben Sie bis zur quema auf der Avenida Marítima: Das ist der Moment, in dem alle anfangen, um das Feuer zu singen und zu tanzen. Nach Mitternacht gehen die Bars in der Umgebung weiter, obwohl der Karneval offiziell vorbei ist.
- Prozession vom Zentrum, Scheiterhaufen am Meer (Avenida Marítima / Rambla de Santa Cruz)
- Kostenlos
- Aschermittwoch (Tag nach Fastuesday)
- Prozession: 20:00 — Scheiterhaufen: etwa 22:30 Uhr
- Witwer-/Witwen-Kostüm dringend empfohlen
- Letztes Ereignis des Karnevals — alles normalisiert sich am nächsten Tag
