Venezuela wird den Kanaren oft als „8. Insel“ des Archipels präsentiert, da die menschlichen und emotionalen Bindungen zwischen den beiden Gebieten alt und tief sind. Diese beliebte Formel spiegelt vor allem das Ausmaß der kanarischen Auswanderung in das Land im Laufe der Jahrhunderte wider.
Die kanarische Auswanderung nach Venezuela fand erstmals in der Kolonialzeit statt und intensivierte sich dann im 19. Jahrhundert nach den Krisen im Zusammenhang mit der Zeit nach der Unabhängigkeit Venezuelas erneut. Im 20. Jahrhundert erlebte es dann erneutes Wachstum, insbesondere unter der Franco-Diktatur und in den Jahren der starken wirtschaftlichen Attraktivität Venezuelas.
