Zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert wanderten Hunderttausende von Kanarier nach Venezuela aus. Die Kanarier nennen dieses Land die „8. Insel", ein Spitzname, der das Ausmaß dieser Diaspora besser ausdrückt als jede Statistik.
Venezuela wird den Kaniern oft als die „8. Insel" des Archipels präsentiert. Dieser Spitzname sagt alles: In manchen Dörfern im Norden von Tenerife gab es mehr Menschen in Venezuela als zu Hause. Ganze Familien haben sich dort über Generationen hinweg ein neues Leben aufgebaut.
Die Kanarier verlassen ihre Heimat zunächst in der Kolonialzeit nach Venezuela, dann im großen Stil im 19. Jahrhundert, als die junge Venezolanische Republik von Krisen erschüttert wird. Im 20. Jahrhundert folgt ein neuer Aufschwung, unter der franquistischen Diktatur und während der Jahre wirtschaftlicher Anziehungskraft Venezuelas.
